Unsere Ziele

Wir wollen im Torhaus einen offenen Ort schaffen, in dem sich viele Menschen in verschiedenen Prozessen der Frage annehmen können, wie das „Tempelhoferfeldgebäude“ mit seinen 312.000qm und zusätzlich 236.000qm großem Vorfeld zu einem Ort für Alle werden kann.
Cooperation. Co-Creation. Collaboration.

  • Politik des Möglichmachens
  • Radikale Umkehr der Nazi- und Kriegsgeschichte
  • Planning by Doing
  • Aus Fehlern lernen
  • Bedürfnisorientierung
  • Berücksichtigung von verschiedenen Lebensrealitäten

Eine Politik des Möglichmachens

Mitten in Berlin steht das 300.000 Quadratmeter große Tempelhofer Flughafengebäude. Noch stehen riesige Teile davon leer und könnten einen einzigartigen Freiraum für Berlin bieten. Hier kann ein neuer Stadtteil entstehen, der von und für Berliner*innen geplant wird: ein solidarischer, zukunftsfähiger, offener und kooperativer Ort für die Stadt und die Menschen, die in ihr leben. Wir wollen mitreden und darüber mitentscheiden, was hier passiert!

Wir wollen die Bürger*innen in der Umgebung, die derzeitigen Nutzer*innen des Gebäudes und die Stadtgesellschaft zusammenbringen, um über die künftige Nutzung des Gebäudes zu sprechen und sich auf Augenhöhe mit Politik und Verwaltung den vielfältigen Herausforderungen, die THF mit sich bringt anzunehmen.

Tempelhof gemeinsam gestalten

Im Koalitionsvertrag steht, dass das Nutzungskonzept für das Flughafengebäude partizipativ – also mit Beteiligung der Bürger*innen – entwickelt wird. Seit Herbst 2017 läuft dafür ein aus Steuergeldern finanziertes Partizipationsverfahren, das vor allem dadurch geprägt ist, dass es keine Antwort auf die wichtigen Fragen liefert: Wie und wofür ist die Beteiligung der Bürger*innen vorgesehen? Wie wird die Beteiligung orientiert? Über welche Aspekte der Zukunft vom THF dürfen die Bürger*innen mitentscheiden, wo macht es Sinn, Expert*innen arbeiten zu lassen? Wie steht es um den Zustand des Gebäudes? Welche Flächen sind frei, welche belegt, wie viel kostet THF?

Inzwischen liegt der Beteiligungsprozess auf Eis, die Zukunft ist unklar. Wir setzen uns für einen ergebnisoffenen Prozess ein, der sich an den Bedürfnissen und Lebensrealitäten der Berliner*innen und dem Schutz der Umwelt orientiert. Denn genau so entstehen lebenswerte und lebendige Städte – das zeigen Städte wie Kopenhagen, in denen stadtplanerische Weitsicht und partizipative Planungsprozesse Hand in Hand gehen.

Planning by Doing

Das Flughafengebäude ist riesig. Eine zielorientierte Entwicklung des Gebäudes – top down: von den politischen Entscheidungsträger*innen oben hin zu den Bürger*innen unten – funktioniert hier nicht, zumindest nicht, so lange Profitinteressen weit über Gemeinwohlinteressen liegen. Wir denken im Prozess: Genau hinhören, voneinander und miteinander lernen, Selbstorganisation und Stadt Von Unten ausprobieren. Im Kleinen anfangen – auf 0,018% in unserem Torhaus-Satelliten – und gemeinsam Meilensteine legen, diese erklimmen, um zusammen auf die nächste Ebene zu hüpfen.

Wir glauben an „Planning & Learning By Doing“ und sind inspiriert von den schönen gemeinschaftsstiftenden Projekten, die weltweit so entstehen. Wir fordern, dass 100% des Flughafengebäudes nach dem Motto des Koalitionsvertrages entwickelt werden: THF gemeinsam gestalten.  Solidarisch. Zukunftsfähig. Weltoffen. Herauszufinden, was das genau bedeutet und wie wir diese Begriffe mit Bedeutung füllen, ist Teil unserer kollektiven Aufgabe.  

 

THF muss Platz für Alle bieten

Wir fordern, dass auf 80.000 Quadratmetern – was rund einem Drittel der Gesamtfläche des Gebäudes ausmacht – dauerhaft bezahlbarer Raum für gemeinnützige und sich selbst tragende Projekte gesichert wird. Hier soll es Platz für offene Bildung, Kunst zum Erleben und Mitmachen, Räume für Begegnung und gemeinsame Aktivitäten, Forschung und Vielfalt geben. 

 

Raum und Zeit zum Labern, Machen und Lachen

Um herauszufinden, wie eine gemeinwohlorientierte Nutzung des Gebäudes funktionieren und koexistieren kann, fordern wir Raum und Zeit zum Labern, Machen und Lachen. Auf 10.000 Quadratmetern, was etwa 3,5% der Gesamtfläche und der Fläche eines Hangars entspricht, soll in Selbstorganisation und Selbstmanagement noch vor und während der Sanierung des Gebäudes Raum entstehen, der als Prototyp von den Nutzer*innen-Gruppen selbstverwaltet wird, um die solidarische, zukunftsfähige und weltoffene Nutzung des Gebäudes zu erproben.

Gleichzeitig soll an einem Betriebssystem gearbeitet werden, das unabhängig ist und sich selbst tragen kann. Die selbstverwalteten Räume für Kunst, Soziales und Experimente müssen nachhaltig und langfristig gesichert werden.